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Daimler macht weniger Gewinn

Der Autobauer Daimler zählt zu den weltweit bekanntesten Firmen Deutschlands. Das Vorzeigeunternehmen. Der börsennotierte Hersteller von Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen, hat allerdings auch noch Mobilitäts- und Finanzdienstleistungen in seiner Produktpalette. Die bekannteste Marke des Konzerns ist sicherlich Mercedes-Benz. Noch im Jahr 2015 war die Daimler AG der Konzern mit dem europaweit größten Gewinn. Das hat sich nun deutlich geändert.

Dramatischer Gewinneinbruch trotz Rekordumsatz

Der deutsche Konzern hat Probleme mit seinen Kosten, dementsprechend ist der Gewinn der Daimler AG im Jahr 2019 deutlich zurückgegangen. Am Dienstag teilte das Unternehmen in Stuttgart mit, dass der Überschuss für das letzte Jahr 2,4 Milliarden Euro betragen wird. Das ist lediglich rund ein Drittel des Ergebnisses vom Jahr 2018. Selbst dieser Gewinn war aus Sicht der Aktionäre nicht berauschend, schließlich konnten sie sich noch im Jahr 2018 über einen Rekordgewinn von rund 10,9 Milliarden Euro freuen. Diese Zeiten sind offenbar vorbei. Zwar ist der Umsatz noch leicht von 167,3 Milliarden Euro auf 172,7 Milliarden Euro gestiegen, doch das ist nur ein schwaches Trostpflaster. Dies ist vor allem auf die guten Verkäufe der Kernmarke Mercedes-Benz zurückzuführen. Doch das half dem Ergebnis nicht viel, die hohen Kosten haben den Gewinn deutlich schrumpfen lassen.

Worauf sind diese Kostensteigerungen nun zurückzuführen? Da wären einmal die hohen Investitionen in die Produktion von Elektrofahrzeugen und die damit verbundenen Kosten für neue Technologien. Die finanziellen Altlasten aus der leidigen Dieselaffäre drücken das Ergebnis weiter nach unten. Vorstandschef Ola Källenius räumte daher auch ein, dass man bei Daimler mit den Ergebnissen nicht zufrieden sein könne.

Weniger Geld für Mitarbeiter und Aktionäre

Das schwache Ergebnis hat Folgen. Die Mitarbeiter kassieren eine deutlich geringere Erfolgsbeteiligung von nur noch 597 Euro. Zusätzlich gibt es für sie eine Anerkennungsprämie von weiteren 500 Euro. Das sind nur noch rund zehn Prozent der Vorjahresprämie. Die Aktionäre müssen ebenfalls bluten und erhalten nur noch eine Dividende von 90 Cent je Aktien. Im Vorjahr hatten sie noch 3,26 Euro kassiert. Das Ergebnis ist keine große Überraschung, schließlich hatte Ola Källenius im Laufe des Vorjahres bereits mehrfach vor Ergebnisrückgängen gewarnt. Erst im November hatte die Daimler AG ein Sparpaket geschnürt, um den Entwicklungen aktiv gegenzusteuern. Dieses sah unter anderem die Streichung von tausenden Arbeitsplätzen vor und soll erstmals im Jahr 2020 erste Wirkung zeigen. Damit möchte der Konzern seine Finanzergebnisse wieder deutlich verbessern.

Die Herausforderungen werden mehr

Die Zukunftsaussichten versprechen einen schweren Ritt. Die Konjunktur bei Nutzfahrzeugen hat nachgelassen, die verschärften C02-Grenzwerte müssen eingehalten werden, weitere Strafzahlungen müssen vermieden werden und der Aufbau von Produktion und Entwicklung einer Elektrofahrzeug-Flotte wird jede Menge Geld und Ressourcen verschlingen. Die Dieselaffäre verfolgt die Daimler AG auch weiterhin. Zwar wurden für diesen Zweck schon 1,6 Milliarden Euro zurückgestellt, doch diese reichen scheinbar nicht. Das Unternehmen rechnet mit weiteren 1,4 Milliarden an Kosten. In der Zwischenzeit wurden hunderttausende Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen und entsprechende Software-Updates in die Fahrzeuge eingespielt. Jetzt möchte der Vorstandschef nicht nur die Materialkosten senken, sondern auch die Investitionssummen deckeln, um zukünftig wieder höhere Gewinne schreiben zu können.

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