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Eintracht Frankfurt spielt sich frei

Die Saison 2018/2019 lief für Eintracht Frankfurt geradezu perfekt. Nach dem unerwarteten Sieg im DFB-Cup und einem Spitzenplatz in der Tabelle der Deutschen Fußball-Bundesliga wechselte Trainer Niko Kovač zum Deutschen Meister FC Bayern München. Niemand gab der neu formierten Mannschaft eine große Chance, noch dazu wo sie vom Bundesliga-Neuling Adi Hüter übernommen wurde.

Der hatte zwar bereits den Meistertitel in der Österreichischen und in der Schweizer Liga gewonnen, doch die ersten Ergebnisse sollten den Pessimisten rechtgeben. Der Start in die Saison entpuppte sich als völlig misslungen. Doch die Mannschaft akzeptierte das neue Konzept und zog sich Schritt um Schritt selbst aus dem Sumpf. Am Ende startete Eintracht Frankfurt einen Siegeszug in der UEFA Europa League und schaffte neuerlich die Qualifikation für den internationalen Bewerb.

Dementsprechend groß waren die Erwartungen an die neue Saison. Zwar schaffte die Mannschaft knapp den Aufstieg in die nächste Runde der UEFA Europa League, doch in der Meisterschaft lief einiges schief. Vor der Winterpause holten die Hessen lediglich einen einzigen Punkt aus insgesamt sieben Spielen und gingen auf dem enttäuschenden Platz 13 in die Winterpause.

Die Aufholjagd hat begonnen

In letzter Minute engagierte Eintracht Frankfurt den Österreicher Stefan Ilsanker von RB Leipzig, sonst waren keine nennenswerten Verstärkungen zu sehen. Kein Wunder also, dass sich bereits vor Beginn der Rückrunde die kritischen Stimmen zu den Chancen der Mannschaft häuften. Am prominentesten meldete sich der Bundestrainer der Deutschen Fußballnationalmannschaft zu Wort. Joachim Löw gab den vielen Spielen in den letzten beiden Jahren die Schuld an den schlechten Leistungen. Eintracht Frankfurt sei diese Intensität einfach nicht gewohnt. Als Abstiegskandidaten wollte er die Mannschaft aber nicht betrachten.

Viel positiver war da schon der Ex-Eintracht-Frankfurt-Trainer Christoph Daum eingestellt. Er prognostizierte eine Aufholjagd im Frühjahr und sollte damit Recht behalten. Wie schon im Jahr zuvor kamen die Hessen auch dieses Jahr perfekt aus der Start-Box. Ein Remis und drei Siege haben Eintracht Frankfurt einen Sprung in der Tabelle machen lassen. Zwar gab es nach dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf jede Menge Kritik, doch die beiden folgenden Spiele ließen alle Kritiker sofort verstummen.

Zunächst schaltete die Mannschaft von Adi Hütter den Herbstmeister RB Leipzig im DFB-Cup aus und zog ins Viertelfinale ein. Damit wiederholte Eintracht Frankfurt den Überraschungssieg in der Meisterschaft. Dementsprechend motiviert ging es dann in die Begegnung gegen den FC Augsburg. Der hatte keine Chance und wurde mit 5:0 förmlich überrollt.

Mit neuer Defensive zum Erfolg

Mit einer der Gründe für die Erfolgswelle, auf der das Team derzeit reitet, ist eine geänderte Spielweise am Platz. Die Defensive wurde gestärkt, die vermehrte Rotation sorgt für eine bessere Erholung der Leistungsträger und die Rückkehr von Torwart Kevin Trapp gibt der Mannschaft Rückhalt. Die neue Defensive zeigt sich auch in der Anzahl der kassierten Tore. Musste Eintracht Frankfurt vor der Winterpause noch zwei Tore pro Spiel hinnehmen, so sind es seit dem Start der Rückrunde nur noch drei Tore in insgesamt fünf Pflichtspielen. Wie gut Eintracht Frankfurt wirklich ist, wird das nächste Spiel gegen den Titelkandidaten Borussia Dortmund beweisen. Der BVB sieht sich selbst als Titelkandidat und möchte die überraschende Niederlage gegen Bayer Leverkusen vergessen machen.

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