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Frankfurt ist die zweit-teuerste Großstadt Deutschlands

Hessens Metropole Frankfurt ist eine Stadt der Superlative. Hier steht nicht nur die beeindruckendste Skyline Deutschlands, sondern hier hat auch die Europäische Zentralbank ihren Sitz. Mit Christine Lagarde ist gerade erst die neue Chefin in die Stadt gekommen. Der Fußballverein Eintracht Frankfurt war in der letzten Saison die international erfolgreichste Mannschaft Deutschlands und hat das Image der Geld-Metropole weiter aufpoliert. Auch auf dem Wohnungsmarkt liegt Frankfurt ganz vorne. Jedoch in einem Bereich, der den meisten Menschen Sorge bereiten wird. Die Mieten in der Stadt zählen zu den höchsten in ganz Deutschland. Das hat eine neue Studie eindrucksvoll bewiesen.

Wie schon in der Vergangenheit gewohnt, bleibt die hessische Landeshauptstadt auch in Zukunft ein teures Pflaster für Wohnungssuchende. Nur München, das traditionell die höchsten Mieten ausweist, liegt laut einem Gutachten des Branchenverbands Zentraler Immobilien-Ausschuss in der Bestenliste noch vor der Finanzmetropole. Der Preis der Mieten liegt derzeit bei 13,10 Euro je Quadratmeter. Das bezahlt man in Frankfurt für eine Eigentumswohnung von guter Qualität. Das reicht für den zweiten Platz am Treppchen, die Preise in München liegen allerdings noch deutlich über diesem Niveau.

München liegt deutlich voran

Dort muss man für Wohnungen in vergleichbarer Qualität und Lage unglaubliche 16,40 Euro je Quadratmeter bezahlen. Die schwäbische Landeshauptstadt Stuttgart hat es mit einem Preis von 12,60 Euro je Quadratmeter auf Platz drei der teuersten Städte Deutschlands geschafft. Dahinter folgen weitere Städte wie Hamburg und Köln. Vergleicht man die Preise mit dem Vorjahr, so sind sie in Frankfurt um 2,7 Prozent angestiegen. Das ist immerhin etwas weniger als der Preisanstieg, der bundesweit zu verzeichnen war. Dort betrug er 3,5 Prozent und stieg auf einen Durchschnittspreis von 8,13 Euro je Quadratmeter. Somit zeigt sich, dass die Inflation der Mietpreise von Wohnungen in Deutschland deutlich über der allgemeinen Inflationsrate liegt. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahr 2019 laut dem Statistischen Bundesamt um 1,4 %. Das ist lediglich rund die Hälfte des Wohnungsindex in Frankfurt und nur 40 % des bundesweiten Anstiegs.

Die Gründe sind vielfältig

Für den deutlichen Anstieg der Wohnungspreise gibt es mehrere Gründe. Zum einen verzeichnet Frankfurt weiterhin einen starken Zuzug in die Stadt. Mehr Nachfrage treibt daher automatisch die Preise nach oben. Immerhin ist die Einwohnerzahl der Stadt seit dem Jahr 2019 um beeindruckende 15 Prozent angestiegen. Keine Stadt in Deutschland hatte in diesem Zeitraum eine höhere Zuwachsrate an Einwohnern. Die Wohnungspreise spiegeln diese Entwicklung. Sie stiegen im gleichen Zeitraum um 12 Prozent an.

Ein weiterer Grund könnte die Brexit-Euphorie in Frankfurt gewesen sein. Immerhin rechnete man sich nach dem Austritt von Großbritannien aus der EU gute Chancen aus das neue Finanzzentrum der Europäischen Union zu werden. Optimisten sahen schon einen massiven Zuzug englischer Banker auf die Stadt zukommen. Die Preise für den Kauf von Eigentumswohnungen kletterten auf ein durchschnittliches Niveau von 5.500 Euro je Quadratmeter. Das ist fast doppelt so viel, wie man im Bundesdurchschnitt auf den Tisch legen musste. Dort bewegte sich der Preis im Vorjahr auf eine Höhe von 2.800 Euro je Quadratmeter. Das beweist, dass Frankfurt sowohl bei Wohnungsmietern, als auch Wohnungskäufern weiter heiß begehrt ist. Ein Ende des Booms ist derzeit nicht absehbar.

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