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Perfekter Einstand für den neuen VfB-Trainer

Nach dem vorjährigen Abstieg in die zweite Deutsche Fußball-Bundesliga ist es das große Ziel des VfB Stuttgart in dieser Saison den sofortigen Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse zu schaffen. Damit das auch gelingt, hat sich der Verein riesige Unterstützung geholt.

Walter geht, Matarazzo kommt

Diese kam in Form des neuen Trainers Pellegrino Matarazzo. Der 42-jährige italienisch-stämmige Amerikaner ist fast zwei Meter groß und soll seinem Verein nun auch sportlich zu neuen Höhenflügen verhelfen. Der ehemalige Co-Trainer der TSG Hoffenheim wird als intelligent und fachlich hoch qualifiziert beschrieben, sein Ex-Chef Julian Nagelsmann hält viel von ihm. Der Auftrag, den er von der Vereinsführung des VfB Stuttgart bei Amtsantritt erhalten hat, ist klar. Matarazzo soll den Aufstieg des Traditionsvereins sicherstellen.

Dieser hatte in der Vergangenheit schließlich jede Menge verschiedener Trainer. Auch der Letzte, Tim Walter, konnte sich nicht halten. Als Grund gab der VfB-Chef Thomas Hitzlsperger zuletzt an, dass die Wahrnehmung, wie es in der Hinrunde der Meisterschaft gelaufen ist, sich deutlich unterschieden hatte. Er war der Meinung, dass mit Walter das selbstgesteckte Ziel des Aufstiegs nicht zu erreichen war, daher erfolgte die Trennung.

Ein Auftakt nach Maß

Erster Gegner für den Neuen war der 1. FC Heidenheim. Der Trainereffekt stellte sich ein und so gewann der VfB Stuttgart sein erstes Spiel unter der neuen sportlichen Leitung klar mit 3:0. Trainer und Mannschaft waren nach der Begegnung entsprechend zufrieden und sahen Fortschritte in der Defensive. Doch das Problemfeld der Schwaben riss im zweiten Spiel der Rückrunde neuerlich auf. Mit der schweren Verletzung von Kapitän Marc Oliver Kempf im Spiel gegen den FC St. Pauli ging die Verletzungsmisere des VfB Stuttgart in die Verlängerung.

Er ist neben Marcin Kaminski und Holger Badstuber nun schon der dritte erfahrene Innenverteidiger, der längere Zeit ausfallen wird. Spielerisch zeigte sich noch Luft nach oben, gerade was die Passgenauigkeit anging. Die Mannschaft konnte sichtlich den Schock des frühen Ausfalls von Kempf nicht verdauen, erreichte aber zumindest ein 1:1 Unentschieden gegen St. Pauli. Die Auswärtsschwäche der Schwaben bleibt also vorläufig weiter ein Problem. Diese hält bereits seit sechs Spielen an. Zuletzt konnte der VfB am 27. September 2019 auswärts gewinnen.

Nun wartet im Achtelfinale des DFB-Cups Bayer Leverkusen, ebenfalls auswärts. Die Begegnung wird für Trainer Matarazzo zur Bewährungsprobe, denn er muss in der gerade erst stabilisierten Defensive auf zahlreiche Neulinge zurückgreifen. Alle Hoffnungen lasten nun auf ihm.

Vier für ein Halleluja

Matarazzo stieß jedenfalls zu einer interessanten Vereinskonstellation. Denn schließlich ist er nun der vierte Neuling im Bunde. Präsident-Neuling Claus Vogt will gemeinsam mit Vorstandsvorsitzenden-Neuling Thomas Hitzlsperger und Sportdirektor-Neuling Sven Mislintat den Verein wieder in die Königsklasse hieven. Helfen soll da der Profitrainer-Neuling Pellegrino Matarazzo. Ob dieses interessante Experiment gutgeht, werden wir erst am Ende der Saison sehen. Einer liefert jedenfalls wieder verlässlich seinen Beitrag. Mario Gomez hat in zwei Spielen jeweils ein Tor erzielt und das nicht im Abseits stehend. Der Kader des VfB Stuttgart ist jedenfalls stark genug. Jetzt zählt ein Steuermann, der das Ruder fest in der Hand hält und den Dampfer VfB Stuttgart mit ruhiger Hand durch stürmische Gewässer lenkt.

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